Mein Weg zur Keramik begann sehr früh.
Ich erinnere mich an einen Besuch als Kind in einem Keramikatelier, in dem Arbeiten, Leben und Sein völlig selbstverständlich ineinander übergingen.
Dieser Raum hat sich tief in mir eingeprägt.
Nicht wegen der einzelnen Werkstücke, die er beherbergte, sondern wegen der Atmosphäre, die dort spürbar war.
Keramik hatte dort ihren festen Platz im Alltag.
Sie war präsent, wertgeschätzt und Teil eines gelebten Ganzen.
Wie ein eigenes kleines Universum:
Fundstücke aus Wald, Bachlauf und Meer trafen auf filigrane Keramik aus dem Rakubrand – jedes Stück individuell, und doch in einer stimmigen Harmonie.
Dieses Verständnis begleitet meine Arbeit bis heute.
Lange blieb diese Vorstellung im Hintergrund, ohne je ganz zu verschwinden. Heute arbeite ich gemeinsam mit meinem Mann in unserem eigenen Keramikstudio.
Nicht als Erfüllung eines Traums,
sondern als etwas, das sich Schritt für Schritt,
still und selbstverständlich
aus dem Leben heraus ergeben hat.
Als Schülerin der Ortweinschule Graz – einer berufsbildenden Schule im Bereich Kunst und Design
mit starkem handwerklichem Fokus – bewegte ich mich früh zwischen unterschiedlichen gestalterischen Feldern.
Die Malerei nahm bereits damals einen wesentlichen Raum ein. Viele Wochenstunden waren dem freien Arbeiten, dem Sehen, dem Setzen von Farbe und Form gewidmet. Gleichzeitig zog mich die Keramik an: die Arbeit mit Ton, das Formen und Gestalten, das Bleibende.
Meine Eltern rieten mir damals zu einer anderen Entscheidung. Wenn die Keramik bleiben würde,
so ihre Überzeugung, würde sie ihren Weg ohnehin finden. Ich entschied mich für Kommunikationsdesign und schloss dort mein Diplom ab.
Auch heute ist Design nach wie vor ein wesentlicher Teil meiner Arbeit. Es prägt meine Herangehensweise, meinen Blick für Zusammenhänge und meine Art zu gestalten.
Keramik blieb dabei stets präsent.
Nicht im Vordergrund, aber nie ganz fern.
Dann kam COVID.
Eine Zeit des Stillstands und der Unsicherheit, in der vieles, was sonst trägt, plötzlich wegfiel. Für mich war es eine Phase, in der sich etwas wieder gezeigt hat,
das lange im Hintergrund mitgelaufen war.
Nicht als plötzliche Erkenntnis, sondern als klare Bewegung:
Jetzt ist Raum.
Ich habe begonnen, diesen Raum ernst zu nehmen.
Schritt für Schritt. Ohne große Worte.
Keramik wurde in dieser Zeit nicht zu einem Ziel,
sondern zu einem festen Teil meines Lebens.
Nicht als Bruch mit dem Bisherigen, sondern als Fortsetzung dessen, was längst da war.
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Gemeinsam mit meinem Mann entsteht Keramik
für den täglichen Gebrauch – ruhig, funktional und langlebig.Wir arbeiten vorwiegend in der Aufbau- und Plattentechnik.
Formen dürfen sich entwickeln, Oberflächen reagieren.Ich arbeite überwiegend mit Steinzeugton
und brenne den Glasurbrand bei rund 1240 °C.Wir verwenden hochwertige Tonmischungen
und kennzeichnungsfreie Glasuren.
So entstehen robuste Stücke mit lebendigen, organischen Oberflächen, die ganz selbstverständlich benutzt werden dürfen – und nicht auf ihren großen Auftritt zu Weihnachten im Kasten warten müssen. -
Ich arbeite aus einer ruhigen Präsenz heraus.
Viele Entscheidungen entstehen im Tun,
im direkten Umgang mit Material und Form.Aufmerksamkeit ist dabei zentral.
Sie bestimmt Tempo,
Rhythmus
und die nächsten Schritte.Formen dürfen sich entwickeln,
Oberflächen reagieren.Mich interessiert nicht Perfektion,
sondern Stimmigkeit. -
Ja.
Alle Stücke entstehen vollständig in unserem Studio.
Formen, Schrühbrand, Schleifen, Glasieren und Glasurbrand liegen bei uns. Die Arbeiten entstehen in reiner Handarbeit, ohne elektrische Drehscheibe.
Es gibt keine industrielle Vorfertigung
und keine Fremdproduktion. -
Da unsere Stücke oft schnell vergriffen sind, kann es vorkommen, dass nicht immer etwas im OnlineShop verfügbar ist. Aber ich bemühe mich, so oft wie möglich neue Keramiken für sie online zu stellen.
Schauen sie gerne unter “Keramik” im OnlineShop vorbei – dort finden sie stets die Unikate, die aktuell auf sie warten. Ich freue mich, wenn eines davon ihr neues Lieblingsstück wird!
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Produktbeschreibung