Was Zeit sichtbar macht
Zeit.
Alles braucht Zeit.
Im Leben. Und genauso in der Kunst.
Ich lerne, auszuhalten, was sich noch nicht ganz erschließt.
Nicht sofort weiterzugehen, nicht sofort zu korrigieren, nicht sofort zu vollenden.
Ein scheinbar unperfektes Bild wirklich sehen und fühlen zu lernen, braucht Zeit.
Bis es beginnt, sich zu zeigen. Stück für Stück.
Hier zeige ich mein Werk „Ich sehe dich kleiner Prinz“. Ein Werk, das auch ich erst aushalten lernen musste, weil der erste Impuls groß war, weiter daran zu arbeiten.
Doch gerade dieses scheinbar Unfertige öffnet einen Raum.
Einen Raum, in dem nicht nur meine Geschichte sichtbar wird, sondern auch die des Betrachters.
Nicht alles muss in Perfektion enden.
Manches braucht Offenheit.
Manches braucht Zeit.
Und manches berührt gerade deshalb, weil es nicht alles festlegt.
Vielleicht liegt das Wesentliche nicht im Fertigsein.
Sondern im Bleiben. Im Schauen. Im Reifenlassen.